Programmübersicht
International Competition
TERMS OF PROXIMITY INTERNATIONALER WETTBEWERB 1
6 Films72 MinFLUID AFFAIRS INTERNATIONALER WETTBEWERB 2
6 Films63 MinIS THIS PARADISE? INTERNATIONALER WETTBEWERB 3
7 Films67 Min
Whose Woods Are These

Paradaïz

Betrayer

The Death of the Fish

走 (zǒu)

Tears

This is not your Garden

Whose Woods Are These

Paradaïz

Betrayer

The Death of the Fish

走 (zǒu)

Tears

This is not your Garden
STRING FIGURES INTERNATIONALER WETTBEWERB 4
7 Films68 Min
Up & Coming
Austrian Panorama
Thematische Filmprogramme
SKIN DEEP
8 Films63 Min
Radix

Once in a body

I'm not sure

Vinegar Mother

Stereoton

The Shadow

As If the Earth had Swallowed Them Up

a body without a horse?

Radix

Once in a body

I'm not sure

Vinegar Mother

Stereoton

The Shadow

As If the Earth had Swallowed Them Up

a body without a horse?
IN TRANSMISSION
10 Films64 MinWORK, WORK, WORK
9 Films74 MinLET'S GET CARRIED AWAY!
11 Films71 MinCRAWLIES
7 Films67 Min(THINGS THAT) MATTER
9 Films56 Min
Jubiläumsprogramme
UNRAVEL JUBILÄUMSPROGRAMM 1
9 Films65 Min
Black Doll

Two Sisters

The Debutante

Bloomers

Steakhouse

Woolly Wolf

Teat Beat of Sex: Trouble

Bergamot

The Last Knit

Black Doll

Two Sisters

The Debutante

Bloomers

Steakhouse

Woolly Wolf

Teat Beat of Sex: Trouble

Bergamot

The Last Knit
FLICKERING SELVES JUBILÄUMSPROGRAMM 2
10 Films65 Min(IM)POSSIBLE FUTURES JUBILÄUMSPROGRAMM 3
7 Films75 Min
Talks & Events
International Forum Repositories Of Resistance
International Forum Repositories Of Resistance
// Achtung: Der Talk mit Caroline Leaf wurde vorverlegt und findet nun am Dienstag 10. März um 20 Uhr an der Akademie der bildenden Künste (Animation Lab, 1ter Stock, Lehárgasse 8, 1060 Wien) statt. // Wer macht Geschichte, wessen Geschichten werden historisiert? Seit 25 Jahren eröffnet Tricky Women Tricky Realities Raum für Gegenerzählungen: Animation, geschaffen von Frauen und/oder queeren Künstler*innen wird aus weiblicher und/oder queerer Perspektive wahrgenommen und verhandelt. Im Jahr 2026 setzt das Internationale Forum diese Praxis fort und fokussiert dabei Strategien und Gesten der feministischen Historisierung. Indem wir Fragen nach archivarischen Abwesenheiten, Überschreibungen, Verdrängungen aber auch nach Möglichkeiten diesen entgegen wirkenden Prozessen der Archivierung und Zirkulation. von Inhalten aufwerfen, bewegen wir uns von einem ‚Archiv der Sehnsüchte‘ (“an archive of longings” nach Susan Sontag) hin zu (Aufbewahrungs-)Orten des Widerstands. 12:00 – 12:50 Unmaking the Canon: Who Gets to Be Remembered? Marie-Josée Saint-Pierre Wessen Arbeiten werden zu „Geschichte“, wenn wir die Geschichte des Animationsfilms erzählen – und wessen Arbeiten verschwinden oft unbemerkt aus dem Blickfeld?Die Abwesenheit von Frauen in der Animationsfilmgeschichte wird häufig auf den vermeintlichen Verlust ihrer Werke zurückgeführt.Doch viele dieser Werke existieren – sie sind nur weniger zugänglich, kaum referenziert und werden leicht übersehen. Denn Archive und Institutionen bewahren nicht nur: Sie wählen aus, sie ordnen zu, sie benennen und sie entscheiden darüber, was zirkuliert. Bezugnehmend auf die Arbeit von Tricky Women Tricky Realities argumentiert die Vortragende Marie-Josée Saint-Pierre, dass eine Veränderung des Kanons nicht allein eine Frage der Anerkennung ist. Es geht auch darum, jene strukturellen Bedingungen zu schaffen, unter denen die Animationskunst von Frauen nicht mehr ausradiert, übergangen oder marginalisiert wird – sondern dauerhaft sichtbar und im Gedächtnis verankert bleibt. Marie-Josée Saint-Pierre ist eine international anerkannte Filmemacherin und außerordentliche Professorin an der Université Laval (Art and Science of Animation). Ihre Forschung bewegt sich im Feld feministischer künstlerisch-wissenschaftlicher Praxis im Animationsfilm und legt einen besonderen Schwerpunkt auf den animierten Dokumentarfilm, archivarische Praxis, sowie Politiken der Repräsentation und Sichtbarkeit. Sie ist die Autorin von Women and Film Animation: A Feminist Corpus at the National Film Board of Canada, 1939–1989 (2024). Ihr Arbeiten untersuchen Animation als kritischen, situierten Modus der Wissensproduktion, mit besonderem Fokus auf die Erfahrungen und Arbeiten von Frauen. 13:00 – 13:50 Women’s Animation Histories: Do They Need a Room of Their Own? Jayne Pilling Welche Probleme und Herausforderungen kennzeichnen die historiographische Auseinandersetzung mit der Arbeit von Frauen im Animationsbereich? Welche Rolle kann ein Festival in diesem Prozess übernehmen? Und stehen Kunst und Agitprop tatsächlich in einem Spannungsverhältnis zueinander? Kurze Präsentation von Jayne Pilling, gefolgt von einem Gespräch zwischen Pilling, Festival Co-Direktorin Waltraud Grausgruber und Filmkritikerin Amanda Barbour, mit besonderem Bezug auf Animations-Residencies. Jayne Pilling ist Kuratorin, Forschende und Dozentin im Bereich Animation und Gründerin der British Animation Awards. Sie hat über 20 DVD-Sammlungen zu unabhängiger Animation produziert und vertrieben, sowie bedeutende Publikationen wie Women and Animation, Animating the Unconscious und Desire & Sexuality in Animation herausgegeben. Für ihre Verdienste im Bereich der Forschung zu Animaiton wurde sie 2019 mit dem Zagreb International Animated Film Festival Award for Contribution to Animation Studies ausgezeichnet. Amanda Barbour ist eine preisgekrönte Filmkritikerin und Präsidentin von Senses of Cinema, Australiens ältestem Online-Filmjournal. Sie verfügt über einen politischen Hintergrund und war Medienberaterin der ersten Aborigine-Senatorin Victorias im australischen Parlament. In ihrer Arbeit setzt sie sich dafür ein, asymmetrische Machtstrukturen zu hinterfragen, wobei sie die Schnittmenge zwischen Kunst und Politik in Theorie und Praxis. PAUSE 14:15 – 15:05 Cruising the Archive: Critical Fabulation, Archival Absence, and Queer Working-Class Histories in Violett Laura Nitsch Ausgehend von Saidiya Hartmans Konzept der „Critical Fabulation“ und der Praxis des „Cruising the Archive“ thematisiert dieser Vortrag Nitschs Film Violett und dessen Auseinandersetzung mit ausgelöschten/r Geschichte(n) queerer Arbeiter*innen in/im (Roten)Wien. Der Vortrag reflektiert über archivarische Abwesenheit, gesetzliche Repression und historische Unsichtbarkeit und fragt, wie Animation als spekulatives Werkzeug mit Fragmenten und Leerstellen umgehen kann, ohne diese aufzulösen. Laura Nitsch folgt den Spuren des Ungehorsamen, des Eigensinnigen und des unerwartet Scharfsinnigen in queerem Begehren und Arbeiter*innen-Erfahrungen. Sie widmet sich Geschichten, die sich dem Verschwinden widersetzen, und arbeitet mit Film, Text und Fragmenten des Gedächtnisses. Ihre Praxis bewegt sich zwischen Beobachtung und Spekulation und zeichnet nach, wie Widerstand Gestalt annimmt und wie andere Formen von Ökonomien und Beziehungen entstehen könnten. Diese Veranstaltung findet auf englischer Sprache statt
Artist Talk From Where They Stood

Artist Talk From Where They Stood
Das diesjährige Tricky Women Tricky Realities Artist Talk versammelt ausgewählte animierte Arbeiten aus dem Festivalprogramm, die sich allesamt mit den Bedingungen und Aushandlungen von Näheverhältnissen auseinandersetzen, indem sie Nähe und Distanz in Bezug auf (auto-)biografische Erfahrungen und Erzählungen ergründen. Die Filmemacher*innen stellen narrative und visuelle Strategien in den Mittelpunkt, die sich aus feministischer Perspektive der feinen Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit annähern. Dabei wird persönliche Erfahrung nicht nur als Grundlage narrativen oder visuellen Erzählens verstanden, sondern auch als etwas, das emotional von dem beeinflusst ist, was nahe ist und nahe geht: Erinnerungen, Körper(-teilen), Gemeinschaft, Verwandtschaft. Durch die Auseinandersetzung sowohl mit den (auto-)biografischen Aspekten der Filme als auch mit den Erfahrungen der Filmemacher*innen im Umgang mit diesen, ergeben sich zentrale Fragen: Welche „Bedingungen für Nähe” existieren im (auto-)biografischen oder auto-fiktionalen Erzählen? Wie werden Nähe und Distanz verhandelt, wenn es um biografische oder autobiografische Geschichten geht? Unter welchen Gegebenheiten können intime Räume, Erinnerungen und Zeugnisse in öffentliche Sphären übersetzt werden? Welches Potenzial hat Animation, Raum für das Persönliche, das Private, das Intime – die „ausgefaltene“ Person – zu schaffen? Eingeleitet wird der Artist Talk durch einen Input von Eddie van Gemmern. Eddie van Gemmern arbeitet in der queer-feministischen Buchhandlung ChickLit und an der Abteilung für Transkulturelle Studien der Universität für angewandte Kunst Wien. Eddie liest, schreibt und kuratiert an den Schnittstellen von Trans Theory, queer-feministischen Narrativen und Literatur. Er hat Literarisches Schreiben in Leipzig sowie Kunst- und Kulturwissenschaften in Wien studiert und literarische Texte in Zeitschriften und Magazinen veröffentlicht. Diese Veranstaltung findet auf englischer Sprache statt.
Party

Party
Das Internationale Animationsfilm Festival Tricky Women Tricky Realities wird 25 Jahre alt und möchte dieses große Jubiläum laut und freudig feiern! Seit 2001 lädt das Internationale Animationsfilm Festival Tricky Women Tricky Realities begeistert zur Begegnung mit Animationskunst von Frauen und/oder genderqueeren Künstler*innen ein, schafft kreative Begegnungsräume und gestaltet feministische Netzwerke mit. Im Rahmen der Festivalausgabe 2026 wird deshalb herzlich zur Jubiläumsfeier in der Roten Bar im Volkstheater eingeladen! Der Dancefloor wird um 22:00 geöffnet und nach dem ersten DJ Set präsentiert Tricky Women Tricky Realities zur Geisterstunde ein kleines Mitternachtskonzert von Jopa, die sehr gute Band. Darauf folgt ein DJ Set von JOIE DE F:LLE Jopa, die sehr gute Band Es wird gesagt: „Jopa, die sehr gute Band, nimmt dich an der Hand und mit in die Tiefsee, wir sind alle die Deep Sea Community. Jopa ist eine Supergroup aus allen Projekten, die die Wiener Musikszene bisher hervor gebracht hat.“ Als Musiker*innen gestalten Lilian Kaufmann und Elena Ulrich derzeit auch u.A. die Musik des Stücks Elisabeth! von Mareike Fallwickl im Burgtheater. JOIE DE F:LLE Das Enfant terrible der Underground-, Musik- und Kunstszene: JOIE DE F:LLE (**) stellt seit mehr als einem Jahrzehnt Wien auf den Kopf. Als DJ, Produzent*in und Host der Eventreihen GRAVITÉ / Abidik Gubidik Twist / #wagashishisbubble ist JOIE DE F:LLE für ihre/their genreübergreifenden, eklektischen Sets bekannt – und liefert jeder Party unter allen Umständen genau das, was sie braucht. (**) Hicran Ergen (aka. @studio_wagashishi_xoxo) ist eine transdisziplinäre bildende Künstler*in, Maler*in, Musiker*in, Improvisator*in, Poet*in, experimentelle Filmemacher*in, Archivar*in und Social-Media-Phänomen 👉🏽 @wagashishi Tickets via volkstheater.at
Workshop mit Mary Martins

Workshop mit Mary Martins
Im Workshop erkunden die Teilnehmenden methodische Ansätze des animierten Dokumentarfilms, mit besonderem Fokus auf dekoloniale Perspektiven, die die Geschichte konventioneller Archive kritisch hinterfragt. Der Workshop findet auf englischer Sprache statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis zum 2. März unter community@gewaechshaus.network Für Filmschaffende, die von strukturellem Rassismus betroffen sind.
Workshop mit Caroline Leaf

Workshop mit Caroline Leaf
In Zweierteams entwickelt und animiert ihr an einer Animationsstation einen Kurzfilm zum Thema Kooperation - inspiriert von einem konkreten Bild oder einer persönlichen Geschichte deines Lebens. Caroline Leafs narrative Animationsfilme sind bekannt für ihre emotionale Kraft und ihren unverwechselbaren grafischen Stil - eng verwoben mit ihren innovativen, selbst entwickelten Direktanimations-Techniken. Als Pionierin der Sandanimation, Glasmaltechnik und Scratch-Animation auf 70-mm-Film (Oscar-Nominierung für The Street, 1977) wird sie den Workshop leiten. Bisherige Erfahrung in Animation ist willkommen, aber keine Voraussetzung. Zur Anmeldung sende uns bitte 1-2 Sätze zu deinen bisherigen Erfahrungen Kosten: 150€ Anmeldung bis: 20. Februar über guests@trickywomen.at Eine Kooperation von Tricky Women Tricky Realities, der Akademie der bildenden Künste Wien und ASIFA Austria
Workshop mit Maya Yonesho

Workshop mit Maya Yonesho
Daumenreise ist ein experimentelles Projekt von Maya Yonesho, das vor 20 Jahren in Wien seinen Anfang fand. Im Zeitraum von zwei Tagen arbeiten Teilnehmer*innen gemeinsam an Daumenreise III. Entdecke verborgene Geschichten und Orte Wiens durch Beobachten, Zeichnen und Filmen. Erfahrung mit Animation ist nicht notwendig - bring einfach deine Neugierde, Beobachtungen, Gefundenes oder jede Form von Recherche mit, die du gerne teilen möchtest. Im gemeinsamen Schaffen werden von Frauen* geprägte Perspektiven sichtbar. 28. Februar 10 - 19 Uhr 1. März : 10 - 17 Uhr Kosten: 150€ Anmeldung bis: 20. Februar über guests@trickywomen.at
AR Intervention Spuren einer Vordenkerin

AR Intervention Spuren einer Vordenkerin
Mit Augmented Reality-Installationen wird Johanna Dohnal – als erster Frauenministerin Österreichs und als Symbol für Gleichstellungskämpfe – ein digitales Denkmal und zugleich ein öffentlich sichtbares Zeichen für feministische Erinnerungskultur gesetzt. Johanna Dohnals politische Errungenschaften haben die österreichische Gesellschaft entscheidend verändert (von der Familienrechtsreform bis zum Gewaltschutz für Frauen), wirken bis heute nach und sind in Zeiten wachsender antifeministischer, antiqueerer und antidemokratischer Tendenzen aktueller denn je. Die Installation am Johanna-Dohnal-Platz lädt die Besucher:innen ein, sich künstlerisch mit den Errungenschaften und der historischen Bedeutung von Johanna Dohnal (1939–2010) vertraut zu machen. Mit animierten und künstlerisch vielstimmigen Beiträgen wird der Platz virtuell lebendig und wirkt als Ort der Reflexion über soziale und politische Verhältnisse und für demokratisches Handeln. Die beteiligten Künstlerinnen kommen aus dem Bereich Animationsfilm und Bildende Kunst und zeichnen sich durch einzigartige Handschriften und sehr innovative Zugänge aus. Eni Brandner, Kris Hofmann, Susi Jirkuff, Nayeun Park, Veronika Schubert und Anna Vasof gestalten sechs virtuelle Skulpturen, die sowohl historische als auch aktuelle Bezüge zu Johanna Dohnal und gesellschaftspolitisch relevanten Debatten herstellen. Sie arbeiten mit Texten, Zitaten, Archivmaterial und O-Tönen und setzen Animation, Video, Zeichnung, Sound und Stimme ein. Die Titel der einzelnen Kunstwerke sind „Sprechstunde“, „Johanna Dohnal – die Programmiererin“, „Feminismus/Rollenbilder/Selbstdefinition“, „Substanzielle Quantensprünge“, „Eine protestierende Vase II“ und „Portraits of Progress“. Die Werke sind auch online unter erlebbar unter artificialmuseum.com Mit Augmented Reality (AR) wird eine zeitgenössische digitale Technik genutzt, die digitale Inhalte – etwa bewegte Bilder, Fotos, virtuelle Skulpturen, Texte oder Klänge – mit der physischen Welt verbindet. Alles, was es braucht, ist ein mobiles Gerät – keine App, keine Spezialbrille, nur das Scannen eines QR-Codes. Ein Projekt von Tricky Women Tricky Realities (Culture2Culture) in Kooperation mit Systemkunst KG / Artificial Museum, der Bezirksvorstehung Mariahilf, dem Johanna Dohnal Archiv, der AHS Rahlgasse und dem Top-Kino Ermöglicht von KÖR Wien und mit Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich. DIE AR-INSTALLATIONEN Substanzielle Quantensprünge von Eni Brandner Johanna Dohnal gilt als Pionierin der Frauenpolitik in Österreich. Sie sprach viele Dinge aus, die zuvor stillschweigend hingenommen wurden. Sie machte Ungerechtigkeiten sichtbar und nahm dabei kein Blatt vor den Mund, um die patriarchal strukturierten gesellschaftlichen Verhältnisse zu kritisieren und festgefahrene Strukturen aufzubrechen. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf habe ich ein AR-Objekt gestaltet, das versucht, dieses Aufbrechen erfahrbar zu machen. Eine unsichtbare Barriere wird sichtbar, und erst durch das aktive Eintreten in ihr Inneres beginnt sie aufzubrechen. Die Arbeit übersetzt so eine gesellschaftliche Erfahrung in eine räumliche, körperliche Wahrnehmung. Sie erinnert daran, dass die „gläserne Decke" nicht nur eine Metapher ist, sondern eine reale, wenn auch oft unsichtbare Grenze, und dass ihr Durchbrechen Bewegung, Präsenz und Handlung erfordert. Quellenhinweis: Herkunftsarchiv Tonaufnahme: „Österreichische Mediathek/Technisches Museum Wien" http://www.enimation.at/enimation/biography.html Portraits of Progress von Kris Hofmann Das Kernstück der Installation sind Porträts von Frauen, deren Leben – direkt oder im übertragenen Sinn – von Johanna Dohnals Arbeit berührt wurde. Die Porträts zeigen verschiedene Frauen, darunter Akademikerinnen, Arbeiterinnen oder Musikerinnen. Die Bilderrahmen sind auf einem fantastischen, physisch unmöglichen Gerüst angeordnet, das sich alle fünf bis acht Sekunden um 90 Grad dreht und so eine leicht surreale Bewegung erzeugt. https://krishofmann.co.uk/ Sprechstunde von Susi Jirkuff In der AR-Installation erscheint in 3D ein Bürotisch, darauf das Schild „Sprechstunde“ - bekannt aus einem Pressefoto von Johanna Dohnal. Dahinter sitzt Johanna Dohnal als animierte Figur. Aus einer Serie von Archivfotos, in denen sie gestikulierend zu sehen ist, entstand eine Animation ihres Kopfes und Oberkörpers. Die gesamte Szene bildet ein 3D-Tischobjekt, um das das Publikum herumgehen kann. Das Schild ist von vorne, von der Seite und von hinten sichtbar, während die Animation von Johanna Dohnal an der Vorderseite erscheint oder als Silhouette von hinten zu sehen ist. https://susijirkuff.com/ Eine protestierende Vase II von Nayeun Park Die Installation zeigt ein Video und eine 3D-Skulptur. Die Skulptur wirkt wie eine „Projektionsfläche“ für das Video, in dem Kleidungsstücke, die mit „Weiblichkeit“ assoziiert werden, zerstört, neu zusammengenäht und schließlich zu einer Skulptur verarbeitet werden. Ein gesprochener Text begleitet die Bilder und reflektiert Gewalt gegen Frauen, Geschlechterrollen und patriarchale Strukturen, indem er sich an den Gedanken und Positionen von Johanna Dohnal anlehnt. https://www.nayeunpark.com/ GRUNDSÄTZE von Veronika Schubert Aus dem Falter habe ich folgendes Zitat, welches es für mich komplett auf den Punkt bringt: „Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision des Feminismus ist nicht eine ‚weibliche Zukunft‘. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.“ - Johanna Dohnal Ich arbeite gerne mit Zeitungsmaterial, es ist eine Art des Zitierens, aber für mich auch eine persönliche Form des Kommentierens. Die Medien beziehungsweise genauer WAS und vor allem WIE etwas öffentlich kommuniziert wird, prägt stark die öffentliche Wahrnehmung bzw. die Stimmung in der Bevölkerung - UND: Es prägt auch nachhaltig das eigene Weltbild, ganz egal ob wir das wollen oder nicht. Für diese AR-Installation verwende ich Sätze, die Johanna Dohnal gesagt haben könnte. Zugleich sollen es aber auch Sätze sein, mit denen sich die Betrachter*innen identifizieren können oder die zumindest zum Reflektieren anregen. Alle Sätze beginnen mit „ICH“ und beziehen sich auf Rollenbilder, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Erwartungshaltungen, Wünsche, Zuschreibungen und Selbstdefinition. https://veronika-schubert.at/ Johanna Dohnal – Die Programmiererin von Anna Vasof Im Virtual Monument von Johanna Dohnal erscheint in ihrer Brille ein animierter Text. Er ist in einer programmierähnlichen Sprache verfasst und beschreibt die Gesetze, für die sie gekämpft und die sie durchgesetzt hat. Die Typing-Animation verdeutlicht, dass Johanna Dohnal selbst eine Art „Programmiererin“ gesellschaftlicher Regeln war. Der virtuelle Kopf basiert auf einem realen Gipskopf, den ich selbst gefertigt und bemalt habe. Dieser physische Kopf wurde anschließend gescannt und in die AR-Installation integriert. https://annavasof.net/
VR Gespräch
VR Gespräch
Gespräch & Diskussion mit Flavia Mazzanti Das Gespräch konzentriert sich auf die sich wandelnde Rolle immersiver Technologien in Animation und ihr Potenzial, Wahrnehmung und Narration an der Schnittstelle von Film und immersiven Medien neu zu gestalten.
Ausstellungen
VR
4 Films67 MinAusstellung Lea Vidaković

Ausstellung Lea Vidaković
Zum 25-jährigen Jubiläum von Tricky Women Trick Realities präsentiert der Bildraum 07 in Kooperation mit dem Festival Arbeiten der serbisch-kroatischen Animationskünstlerin Lea Vidaković. Im Zentrum steht der Film Sisters, ein animiertes Triptychon, dessen Ablauf die Besucher:innen selbst bestimmen. Sisters erkundet anhand dreier Schwestern das Verhältnis von Mensch und Raum sowie die Themen Melancholie und Verlust. Ergänzt wird die Schau durch Puppen und Requisiten, die Vidakovićs Miniaturwelt in den realen Raum überführen. Eröffnung: 12. März 2026, 18 Uhr. Lea Vidaković im Gespräch mit FH-Prof. Mag. Mag. Dr. Franziska Proska (auf Englisch) Ausstellung: 13. März – 8. April 2026
Double Takes Combo Zeichnungen von Caroline Leaf und Lynn Smith

Double Takes Combo Zeichnungen von Caroline Leaf und Lynn Smith
Als die Isolation während des Covid-Lockdowns zunehmend spürbar wurde, begannen Caroline Leaf und Lynn Smith Dialogzeichnungen zu erstellen – zwei Künstlerinnen/Animatorinnen, die gemeinsam an EINER Zeichnung arbeiteten. Caroline lebt in London, Großbritannien, Lynn in Montreal, Kanada. Ihr kreativer Austausch fand über die Distanz hinweg per E-Mail statt. Ihre Motive waren das, was sie durch ihre Fenster sahen – etwa Straßenszenen – oder Gegenstände aus ihrem Zuhause: ein Schuh, das Abwaschbecken, ein Weinglas, sie selbst. Die beiden Hälften wurden in Photoshop zusammengefügt. Jedes Mal war es eine freudige Überraschung, wenn die Teile zu einem gemeinsamen Ganzen verschmolzen und ein neues, stimmiges Bild entstand.

















































































































