
Intimes und Autobiografisches im Schaffen kanadischer Animationskünstlerinnen.
Sie lassen uns an ihrem Erleben von Schwangerschaft, Mutterschaft und fortschreitendem Alter teilhaben: Filme aus drei Jahrzehnten, vom Experimentalfilm über Animationsdokumentationen zu Cartoons.
Carte Blanche an Julie Roy, Producer at the Animation and Youth Studio, National Film Board Of Canada

Suzanne Gervais, CAN 1993, 07:25
Eine im neunten Monat schwangere Frau spürt die Gefahr, die die Welt für ihr ungeborenes Kind bereithält. Mit ihrer Kamera streift sie durch die Stadt und setzt ihre Ängste in Fotos um.

Marie-Josée Saint-Pierre, CAN 2008, 24:30
Als ich mein erstes Kind erwartete, hätte ich mir nie gedacht, dass die Wehen zum Albtraum werden und mein Kind und ich an der Schwelle des Todes stehen würden…

Tali, CAN 2006, 07:52
Arme Frau Henne! Ihr ältestes Küken ist ein launischer Lümmel. Sogar über ihr Essen rümpft er den Schnabel. Sie beschließt, ihm eine Lektion zu erteilen.

Obom, CAN 2006, 09:00
Die Kindheit kann eine chaotische Zeit sein, vor allem, wenn man/frau zwischen zwei Kontinenten hin und her springt. Bilder aus dem Familienalbum der Regisseurin fließen in den Rückblick auf die verwirrenden Ereignisse ihrer frühen, entwurzelten Jahre ein.

Michèle Cournoyer, CAN 1992, 05:29
Für ihren Geliebten schmückt sich eine Frau mit den schönsten Federn und nimmt eine verführerische, aber erniedrigende Rolle ein. Die Liebe wird ihres goldenen Glanzes beraubt und nur die nackte Realität von Abhängigkeit und Verzweiflung bleibt übrig.

Caroline Leaf, Veronika Soul, CAN 1979, 13:30
Zwei Filmemacherinnen gestalten visuelle Porträts voneinander: Mittels entsprechender Animationstechniken zeigen sie ihre Sichtweise der jeweils anderen auf der Basis typischer Gesten und Eindrücke.

Michèle Cournoyer, CAN 1988, 04:30
Eine alternde Frau betrachtet sich im Spiegel. Sie sieht zwar schlaffe Haut, doch innerlich fühlt sie sich so jung wie immer.

Torill Kove, CAN 2000, 10:02
Eine einfache Frau mit revolutionärem Instinkt bewältigt Leben und Arbeit in Oslo, vor allem während des Zweiten Weltkrieges. Mit scharfem Witz setzt sich der Film mit Geschichten, Mythen und den wichtigen Beiträgen auseinander, die auch mit kleinsten Mitteln möglich sind.