Der Wettbewerb

Von 117 Einreichungen aus 20 Ländern (z.B. Australien, Bulgarien, England, Finnland, Israel, Kroatien, Polen, Portugal, USA, etc.) wurden Erstlingswerke bis hin zu vielfach prämierten Filmen für das Wettbewerbsprogramm ausgewählt.

Jury:
Bärbel Neubauer (D, Trickfilmkünstlerin)
Jayne Pilling (GB, Trickfilmspezialistin)
Suzan Pitt (USA, Animationskünstlerin)
Heidemarie Seblatnig (A, Computerkünstlerin)

Beratendes Mitglied
Eva Brunner-Szabo
(A, Multimediakünstlerin)

Details zur Jury

Preise:
Preis der Stadt Wien
Preis der Firma Synchro Film und Video BearbeitungsgesmbH

Jury Statement:
Mit großer Freude und Vergnügen haben wir die interessanten Beiträge des Wettbewerbsprogrammes gesehen. Wir möchten hier unsere wichtigsten Auswahlkriterien anführen:

  • Starker künstlerischer und individueller Ausdruck und zeitgemäße technische Umsetzung.
  • Die prämierten Filme zeichnen sich durch ein starkes thematisches Profil aus.
  • Die von uns getroffene Auswahl der Filme zeigt, das breite Spektrum der im Wettbewerb vertretenen Arbeiten.


Preis der Stadt Wien (sponsored by the City of Vienna)

Der "Tricky Women Preis der Stadt Wien" geht an zwei Filme, die sich beide durch den starken Dialog von Bild und Musik auszeichnen.

Erster Film: Urformen am Meeresgrund inspirierten die Künstlerin zu dieser exzellenten, innovativen abstrakten Arbeit:
"Surface Dive" von Joanna Priestley, USA

Der zweite Film erhält den Preis aufgrund des kreativ-künstlerischen Umganges mit den Möglichkeiten der Animation und wegen seines differenzierten Ausdruckes weiblicher Sexualität:
"The Hat" von Michèle Cournoyer, Canada

Synchro Film- und Video Preis (sponsored by Synchro Film und Video BearbeitungsgesmbH)

Der Synchro Film und Video Preis geht an eine geschickt und voller Humor gestaltete Erzählung im Grenzbereich von Wirklichkeit und Phantasie:
"La Difference" von Rita Küng, Schweiz

Spezielle Erwähnung haben erhalten:

Anorexie, Jenny Tietze, Deutschland
Cho Wa Dada?, Gaëlle Denis, Frankreich
Daddy and I, Hye-Jung Kim, Eun-Su Kim, Kyung-Hwa Lee, Song-Hee Lee, You-Jin Jung, Mi-Sun Park, Korea
Tennis, Yael Claire Shahmoon, Israel

DIE JURORINNEN:
zurück zur Jury und den Preisen

Eva Brunner-Szabo

Arbeiten in den Bereichen zwischen Kunst und Wissenschaft: Fotografie, Video, Kunst im öffentlichen Raum, Internet.

Zahlreiche Ausstellungen, Festivalteilnahmen und Screenings (u.a. Videonale Bonn, Diagonale Salzburg, Alpe Adria Cinema Festival Triest, Images Video-Filmfestival Toronto/Canada, Anthology Film Archive New York, Ostranenie - Bauhaus Dessau) säumen den Schaffensweg der Künstlerin.

Nach Abschluß des Studium der Kommunikationswissenschaften beginnt Brunner-Szabo 1991 ihre Mitarbeit in der Medienwerkstatt Wien. Seit 1995 entstehen gemeinsame Arbeiten mit Gert Tschögl. Sie erhalten 1998 den Web-Book-Award für Museum der Erinnerungen - European version (Internetprojekt) und 1999 den Realisierungspreis der ART PÙBLIC CALAF99 / Spanien für Museu de Memòries (Kunst im öffentlichen Raum).
Die Ausbildung zur Multi-Media Producerin bei der SAE-Wien absolviert sie in den Jahren 1996/97.

Film/Videographie (Auswahl):

· Liebe und Anarchie I. Wienminute, 1:00 min, 1991
· Liebe und Anarchie IX, 1:55 min, 1992/93 99 Bilder - 3 Reisen & ein Ende, 42:00 min, 1993
· War Requiem. Liebe und Anarchie III, 1:50 min, 1994 (Preis der Digital Art gallery Frankfurt, 1999)
· Im Wohnzimmer die Welt. Ein Katalog von A-Z., 29:08 min, 1995
· In 15 Bildern über die Grenze, 4 min, 1995
· Japanische Briefe, 18:33 min, 1995
· Culture Clash - Culture Flash, 1:00 min, 1995
· Homage to Kurt Kren, 2:07 min, 1997
· Museu de memòries (Ausstellungsdokumentation), 2000
· Stadt in Sicht, 5 min, 2001

Bärbel Neubauer:

Studium der Bühnen- und Filmgestaltung an der Hochschule für
Angewandte Kunst in Wien. Lebt seit 1987 in München.

Bärbel Neubauer arbeitet mit verschiedenen Medien und Formaten.
(35mm Kinofilm, 70mm IMAX Kinoformat, Quicktime Movies).
Die neueren Filme von Bärbel Neubauer sind direkt auf Blankfilm oder Schwarzfilm gemalte und gekratzte Animationen. Zahlreichen Anerkennung und Preise zeichnen die auf internationalen Trickfilm-, Experimentalfilm-
und Kurzfilm-Festivals gespielten Werke bereits aus. Ihr neuestes Werk "Waking Dream" ist eine in Kooperation mit Sidney Fels (Canada) und
Sachiyo Takahaschi (Japan) entstandene Performance.

Daneben tritt sie als Jurymitglied für verschienene internationale Trickfilm-Festivals auf - zuletzt in den Auswahlkommissionen für die Wettbewerbe von Annecy 2000 und Hiroshima 2000 - und veranstaltet Workshops an in- und ausländischen Schulen und Universitäten. Zuletzt unterrichtete sie am "Rocky Mountains College of Art and Design" in Denver.

Film/Videographie (Auswahl):

1999 Quicktime Movies für den Artikel
The Influence Of Sound/Music On Images im Animation World Magazine
www.awn.com/mag/issue4.03/4.03pages/neubauermoritz.php3
1998 FEUERHAUS / FIREHOUSE
1998 SKY
Produktion: Swell Productions, Los Angeles
Animation für Room 2
Regie: Paul Bush
Falter-Spot 7
Produktion: Mag. Hubert Sielecki
ABSOLUT Neubauer
Produktion: Troon (Los Angeles)
E.T.-Experimental Trip, http://asifa.net/ -
please go to "Art" and/or "Artists"
1983-91 Mond und Tieger
1983 Rosamunde

Jayne Pilling:

Expertin in Sachen Trickfilm. Direktorin des alle zwei Jahre stattfindenden British Animation Awards-Festivals.

Jayne Pilling ist eine internaltinal anerkannte Expertin auf dem
Gebiet des Trickfilms. Sie kuratiert eine Reihe von Events, darunter renommierte Festivals wie Art & Animation (internationales Symposium & Filmwoche, Institute of Contemporary Arts), oder das schweizer Fantoche Festival (1999).
Jayne Pilling hat sich auch als Regisseurin, z.B. für eine 6teilige Serie über Europäischen Animationen für C4 Television (1996), Übersetzerin, Jury-Mitglied und Vortragende einen Namen gemacht.

Mit einer langen Reihe von Publikationen schließlich dokumentiert die Pioneerin ihr umfangreiches Wissen, welches sie sich bereits in Ihrer Zeit als Programm-Kino Pächterin und später beim British Film Institute (Programmation & Distribution) aneignen konnte.

Publikationen (Auswahl):

·2D Animation & Beyond, Rotovision, 2001
·I Fratelli Quay, Co-Herausgeberin mit Fabrizio Liberti,
Bergamo, Italy, 1999
·A Reader in Animation Studies (John Libbey, UK & Australia) 1998
·Cartoons & the Movies (Dreamland Editeur, Paris) 1997
·Women & Animation: A Compendium (British Film Institute) 1992
·A Primer in Cartoonal Knowledge (British Film Institute) 1989
·Comedy - Italian Style (British Film Institute) 1987
·Ladislas Starewicz (British Film Institute) 1986
·Kenneth Anger: Into the Pleasure Dome (British Film Institute)


Suzan Pitt:

Vgl.: Jackie Leger: Suzan Pitt: An Animator's Journey

Malerin, Animtionskünstlerin, Performerin, Bühnen- und Kostümbildnerin
Co-Direktorin der The Ink Tank Too-Division von The Ink Tank, New York

Die seit über 25 Jahren äußerst aktive Künstlerin beginnt ihre Karriere mit der Malerei. Bald jedoch interessiert sich Suzan Pitt für den Animations-Film und setzt am Minneapolis College of Art and Design - z.T. in Zusammen-arbeit mit ihren Studenten - ihre ersten Filme erfolgreich um. Wegweisende Arbeiten entstehen (A City Trip, Jefferson Circus Songs, Cels...) und 1979 stellt sie - nach vierjährigem Schaffen - den herraussragenden Film "Asparagus" fertig.

Suzan Pitt gelingt mit "Asparagus", einem Klassiker der Trickfilmgeschichte, der Durchbruch zur international anerkannten Animationskünstlerin. Ebenfalls Ende der 70er Jahre bindet sie ihre Animationen in Performances ein. 1980 präsentiert sie auf der Venediger Biennale die Performance "Suone e Immagine".

In den 90er Jahren schließlich kulminiert ihr filmisches Schaffen in "Joy Street". Beeinflußt von Pitts politischem Engagement, vor allem in der Regenwald-Bewegung, ist dieser Film das Ergebnis zahlreicher Reisen nach Guatemala, Belize oder Mexiko und ihrer beständigen Auseinandersetzung mit der weiblichen Psyche. Ihr Vortrag "Cartoon Wilderness" handelt von den Parellelen und Verbindungen zwischen der Geschichte des Animationsfilms und der Entdeckung und Ausbeutung von "Wildniss".


Film/Videographie (Auswahl):

Crocus (1971) 7 min., 16mm.
Asparagus (1979), 20 min., 16mm.
Big Time (Warner Records, 1986) (Storyboard & Animation),
Musik: Peter Gabriel
Surf or Die (Profile Records), 3 min., 35mm. Musik: The Surf M.C.'s.
The Damnation of Faust (Hamburg State Opera, 1988), 1h 35mm.
Bam Video (Brooklyn Academy of Music, 1990), 3 min., 35mm.
Colors/Colores (Public Broadcasting System, 1995, 1 min. 15 sec.
Joy Street (Channel Four & PBS), 24 min., 35mm.
Troubles the Cat (The Ink Tank, 1996) (Director),
12 sechs- Minuten-Sequenzen für das Cartoon Network

Heidemarie Seblatnig:

Universitätslektorin für Architektur und Neue Medien TU Wien.

Heidemarie Seblatnigs Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Computeranimation/Video und Multimedia-Installationen. Internationale Projekte im Bereich VR oder Raum-Zeit treten immer mehr in den Vordergrund. Die im Entstehen begriffenen Arbeiten belegen diese Tendenz:
* "WIEN - Gesicht einer Stadt" Video für das chinesische TV (60 min),
* "CHANGING SKIN Architektur-Form-Hülle" internationales
Multimedia-Architektur-Projekt, (Start: September 2001, New York)
* Drehbuch zum Film "Double Gun Woman", die außergewöhnliche
Geschichte dreier Künslterinnen und Revolutionärinnen in China, das
Leben von Großmutter-Mutter-Tochter von 1900 - 2000

Zahlreichen Vortragsreisen, Präsentationen und Lektorate an ausländischen Universitäten (z.B. Japan, China, New York), Publikationen und Vorträge zu den Themen Architektur & Medien, Frauen & Kunst u.a. ergänzen den Tätigkeitsbereich der Künstlerin.

Film/Videographie (Auswahl):

2000 What about the Hutongs? (Peking, 20 min)
1999 The alternative Tokyo Trilogy (Tokyo, 45 min)
1998 STIEGEN aus sechs europäischen Städten:
Odessa-Ljubljana-Rom-Fiuggi-London-Wien (25 min)
1997 Schatten der Objekte (Wien-Tokyo-St.Pölten, 5 min)
1995-97 Die Simulierte Stadt Teil 1+2, 3D-Visualisierungen von Entwürfen österreichischer Architektinnen (Wien, 10 min)